In Tanzen und tanzen und nichts als tanzen: Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman
werden einige bekannte und einige weniger bekannte Tänzerinnen der europäischen Moderne vorgestellt. Die Portraits bieten Einblick in das Schaffen dieser Pionierinnen, wie auch in die Ziele und Intentionen, die sie mit ihrem Wirken verfolgt haben.
Wer sich bisher ausschließlich mit der Geschichte des Orientalischen Tanzes und dessen Vorreiterinnen beschäftigt hat, findet hier gewissermaßen die andere Seite der Medaille. Wirklich spannend zu sehen, wie Ideen um den ganzen Globus gehen und Künstlerinnen sich wechselseitig beeinflussen.
Schaut euch mal folgendes Video der Tänzerin Loïe Fuller von 1896 an. Die Aufnahme ist stolze 116 Jahre alt.
Kommt euch das bekannt vor? Mir schon
Klappentext
Mit neuem Körpergefühl und erwachtem Selbstbewusstsein befreiten sich die Tänzerinnen der Moderne vom Regelkodex des klassischen Balletts. Sie erfanden, jede auf ihre individuelle Art und Weise, eine moderne, zeitgemäße Körpersprache, die den Tanz revolutioniert hat und noch bis heute beeinflusst.
Der Porträtband “Tanzen und tanzen und nichts als tanzen” von Amelie Soyka zeigt den Facettenreichtum tänzerischen Ausdrucks von Isadora Duncan, Loïe Fuller, Tatjana Barbakoff, Martha Graham, Mary Wigman, Josephine Baker, Rosalia Chladek, Dore Hoyer, Doris Humphrey, Anita Berber, Gret Palucca, Trudi Schoop, Jo Mihaly, Margarethe Wallmann, Grete Wiesenthal und Valeska Gert überraschende Spielarten einer äußerst lebendigen und innovativen Kunstform.
Ein Buch für diejenigen, die in das turbulente kulturelle Geschehen der 1920er Jahre eintauchen wollen, die sich für zeitgenössischen Tanz begeistern und dessen Wurzeln erkunden möchten sowie für LiebhaberInnen der Tanz und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Inhaltsverzeichnis
(Ich habe – sofern vorhanden – alle Tänzerinnen mit den zugehörigen Wikipedia-Artikeln verlinkt.)
Amelie Soyka:
Vorwort
Janine Schulze:
Den befreiten Körper suchend: Isadora Duncan
Sabine Gottgetreu:
Das tanzende Gewand und die verschwundene Tänzerin: Loïe Fuller
Silvia Kargl:
“Grazie oder: die Befreiung von der Schwere”: Grete Wiesenthal
Gabriele Fritsch-Vivié:
Tanz wird nur durch Tanz vermittelt: Mary Wigman
Angela Rannow:
Tanz ist Tanz: Palucca
Jürgen Trimborn:
Tänze der Erotik und der Ekstase: Anita Berber
Anja Hellhammer:
Fremdartig wie der ferne Osten: Tatjana Barbakoff
Amelie Soyka:
“Lauter zischende kleine Raketen”: Valeska Gert
Yvonne Hardt:
Eine politische Dichterin: Jo Mihaly
Britta Jürgs:
Charleston, Chansons und Clownerien: Josephine Baker
Ursula Pellaton:
Unmissverständlicher Bewegungsausdruck: Trudi Schoop
Gunhild Oberzaucher-Schüller:
Von noblem Pathos: Rosalia Chladek
Sabine Huschka:
Die Weite der Landschaft und die Macht des Körpers: Martha Graham und Doris Humphrey
Katja Schneider:
“Très chère Wallfrau”: Margarete Wallmann
Garnet Schuldt-Hiddemann:
Ganz oder gar nicht: Dore Hoyer
Fazit
Wer – wie ich – die goldenen Zwanziger liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei! Für all jene, die sich bisher hauptsächlich mit den Pionierinnen des Orientalischen Tanzes beschäftigt haben, bietet Tanzen und tanzen und nichts als tanzen einen lohnenswerten Blick über den Tellerrand, sowie Anregungen und Impulse aus einer neuen Perspektive (obwohl es zum Teil auch Überschneidungen gibt).
Das Einzige, was diesem Buch fehlt, sind Videos,
aber das liegt natürlich im Medium Buch begründet. Nach dem Lesen kommt ihr nicht umhin das Internet zu durchstöbern und Bilder und Videos anzuschauen.
Ein sehr inspirierendes Buch, das sich insbesondere auch hervorragend als Geschenk eignet!
Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Aviva (2012)
ISBN-10: 3932338545
ISBN-13: 978-3932338540
Tanzen und tanzen und nichts als tanzen bei Amazon bestellen.
Neue Beiträge auf Y2B kostenlos abonnieren: So geht's!







Schöner Beitrag und das Video ist auch sehr gut gelungen! Danke dafür! LG =)