Stephanie Mattes: Orient im Film

Orient im Film. Die Geschichte des Bauchtanzes von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. ist die 2002 an der Universität Wien eingereichte Diplomarbeit von Stephanie Mattes.

Die Autorin beschäftigt sich ausführlich mit Klischees und Vorurteilen, die dem Orientalischen Tanz in verschiedenen Zeiten anhingen und untersucht die dahinter verborgene Realität.

Auch heute bestehen noch zahlreiche Vorurteile gegenüber dem Orientalischen Tanz, die die Autorin mit einem realistischen Blick auf die Gründe für deren Entstehung mit dieser Arbeit auszuräumen versucht.

Klappentext

„Das erste mir bekannte Buch, das sich so kritisch mit Bauchtanz auseinandersetzt. Ein Muss für alle die es genau wissen wollen – die Geschichte des Bauchtanzes und seine Veränderungen durch das Wechselspiel westlicher Beurteilung und östlicher Anpassung.“
(Isolde S., Bauchtänzerin)

Ein Buch über die Kreation von Vorurteilen und Images. Aufgerollt wird dieser Prozess anhand der Geschichte des Bauchtanzes und dessen filmischer Umsetzung. Besonderes Augenmerk wird auf den wechselseitigen Einfluss von Ost und West gelegt. Bauchtanz einmal anders – es werden Einblicke in ursprüngliche Form und Weiterentwicklung zum Showtanz gewährt.

Lasterhaft und luxuriös – so stellte sich der Orient in der Literatur und im Film dar – kommerzielle Ausbeutung inklusive. Erst nach und nach wechselte das Paradigma hin zum Schauplatz des Terrors. Was jedoch im Film gezeigt wird, hat direkten Einfluss auf die Realität und unterstützt den Transport von vorgefassten Meinungen.

Der Blick in den Harem und auf der Leben der Frau im Osten war von jeher im Mittelpunkt des Interesses. Hier wird nun anhand ausgewählter Filmbeispiele die Darstellung aufgezeigt. Eingegangen wird dabei auf diverse Situationen in Film, Kostüm und Tanztechnik. Eine umfangreiche Auflistung interessanter Filme und Literatur runden den Inhalt ab.

Fazit

Orient im Film. Die Geschichte des Bauchtanzes von seinen Anfängen bis zur Gegenwart beinhaltet umfangreiche Informationen darüber, wie der Orientalische Tanz zu der Tanzform werden konnte, die wir kennen und lieben. Auch Gründe für die heutige Popularität des Tanzes werden untersucht.

Das Buch ist klar und verständlich formuliert und sehr logisch aufgebaut. Die Autorin nimmt die LeserIn an der Hand, präsentiert andere Sichtweisen und mögliche Perspektiven. Nach dem Lesen dieses Buches ist man in der Lage sich selbst ein fundiertes Urteil zu bilden, Vorurteile zu erkennen und zu hinterfragen.

Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen und möchte es jedem, der sich für Orientalischen Tanz interessiert, wärmstens empfehlen. Aber Vorsicht! Es könnte eure Sicht auf den Tanz grundsätzlich verändern.

Taschenbuch: 143 Seiten
Verlag: Books on Demand Gmbh (2002)
ISBN-10: 3831136904
ISBN-13: 978-3831136902

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